Gerstenfeld in der Rhön auf dem Kühlschlag Pfeil nach oben Feuerdorn in der Rhön im Hartwald - Kanalmix

Und sie dreht sich doch!

Soll heißen, Infrarotfotografie mit der Canon EOS 400D / Rebel XTi funktioniert.
Zwar muss man Abstriche machen und Kompromisse eingehen, aber die Ergebnisse, die man mit der Kamera erzielen kann, können sich durchaus sehen lassen. Mir gefallen sie sogar ganz gut, denn die Bilder, die mit der 400D geschossen werden, haben ihre ganz eigene Stimmung.
Wie aber bei allem anderen, was mit der Fotografie zu tun hat, gilt auch hier: ausprobieren, geduldig sein, sich nicht durch Fehlschläge entmutigen lassen - und alles nochmal von Vorne!
Immer wieder ließt man in Foren die Frage: Infrarotfotografie und EOS 400D, geht das? Die Antwort, kurz und knapp: Ja! Auf dieser Seite möchte ich allen Interessierten einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, der auf eigenen Erfahrungen basiert und speziell auf das Kameramodell Canon EOS 400D / Rebel XTi zugeschnitten ist. Da sich so mancher ja auch noch mit der digitalen Bildbe- und Verarbeitung am Computer auf Kriegsfuß steht, leg ich noch eine kleine Anleitung für den Adobe Photoshop CS3 drauf.
Und damit nicht genug! Auf der rechten Seite gibt's im Downloadbereich noch Material, konstenlos und hoffentlich nicht umsonst. Unter anderem dabei: Bilder im CR2 Fprmat für den manuellen Weißabgleich und Profile für das Adobe Camera Raw Modul. Wie schon gesagt, das Material gibt's kostenlos und darf ohne Probleme weiterverwendet werden. Natürlich freue ich mich auch darüber, wenn meine Arbeit, sofern sie gefällt und hilfreich ist, mit einem kleinen Link belohnt wird ;-).
In diesem Sinne - los geht's!.

Panorama Bamberg


Was ist Infrarot(fotografie)?

Was bei uns im alltäglichen Sprachgebrauch als Infrarot durchgeht,


Typische Thermographie
by Düsentrieb / Wikipedia
bezeichnet üblicherweise die Wärmebildkameras. Diese Kameras sind in der Lage, tatsächliche Wärmeabstrahlungen von Objekten zu verarbeiten. Diese werden in der Regel im Graustufensystem wiedergegeben. Warme Bereiche werden hell, kalte Bereiche dunkel dargestellt. Da das menschliche Auge nicht in der Lage ist, sehr feine Grauabstufungen zu verarbeiten, hilft man sich mit der Falschfarbenmethoden. Unterschiedliche Temperaturen, also Grauabstufungen, werden durch verschiedene Farben dargestellt und erleichtern dem Menschlichen Auge und Gehirn die Verarbeitung. Das hat aber überhaupt nichts mit der hier beschriebenen Art der Fotografie zu tun.
Ausschlaggebend für die Infrarotfotografie sind die Lichtwellen des elektromagnetischen Spektrums, also sichtbares, sowie unsichtbares Licht. Zwischen den Wellenlängen von ungefähr 380nm bis 780nm, also von violett bis rot, kann der Mensch Licht farblich unterscheiden und auch sehen. Der Einfachheit halber spare ich mir hier die Erklärung von elektromagnetischen Wellen, die von Objekten reflektiert werden, und so weiter und so fort - eingefleischte Physiker mögen mir verzeihen ;-).
Das nicht sichtbare Licht unterhalb der 380nm Grenze, also das ultraviolette Licht, ist für uns nicht ausschlaggebend. Uns interessiert das infrarote Licht, jenseits der 700 Nanometer.


Das Lichtspektrum
Ein Tele-Objektiv musste her; bei mir war es das Canon EF 75-300mm 1:4-5.6 III USM. Und bisher bin ich eigentlich ganz zufrieden damit. Bei den Objektiven gehen die Meinungen ja auch stark auseinander. In diesem Modell ist zwar kein Stabilisator verarbeitet, aber selbst bei der größten Brennweite hab ich es bisher selten geschafft, große Verwackler zu erzeugen - auch ohne Stativ. Gut, wenn's dunkler und die Belichtungszeit länger wird, dann ist natürlich gegen ein Stativ nichts einzuwenden. Übrigens habe ich mit diesem Objektiv meine ersten Ausflüge in die Astrofotogrtfie gemacht. Ganz schöne Fotos vom Mond waren damit schon drin, für alles weitere geht's aber auch wieder nicht ohne ein Mehr Ausrüstung - zum Beispiel ein Motor zum Nachführen der Kamera, um die Erdrotation auszugleichen. Für genauere Informationen hierzu sollten Sie aber die Seiten von Fotoenthusiasten besuchen, die auf dem Gebiet schon mehr Erfahrung und auch das wirklich passende Equipment haben. Natürlich haben die dann auch die besseren Tipps ;-).

gespenstischer Mond


Canon Objektiv

Objektiv mit
Festbrennweite
Canon EF 50mm 1:1.8 II

Objektiv mit Festbrennweite und hoher Lichtstärke

Und schon wieder stieß ich an eine Grenze - die Lichtstärke. Ein Objektiv mit mehr Lichtstärke musste her, vor allem für die Sportfotografie in Hallen. Allerdings war mittlerweile das Budget ziemlich erschöpft und daher hat's nur noch für ein Canon EF 50mm 1:1.8 II gereicht. Leider ist man durch die Festbrennweite ziemlich eingeschränkt. Wem Radball ein Begriff ist, der kann sich bestimmt auch das Spielfeld dazu vorstellen: 11m x 14m. Da bleibt in einer kleinen 2fach-Turnhalle am Rand nicht mehr viel Platz für die Zuschauer; und ähnlich eng wird's dann auch für einen Fotografen mit 'ner 50er Festbrennweite. Kleiner Exkurs, ich durfte das Tamron ... eines Freundes mal in der Halle ausprobieren. Für mich persönlich war das 'ne echte Alternative und die Überlegung einer Anschaffung durchaus wert.
Wieder zurück zum Canon. Hier leidet allerdings bei Blende 1,8 die Tiefenschärfe schon ungemein und auch am Rand wird's kritisch. Also nicht unbedingt das Optimum für das Gruppenbild nach der Siegerehrung, aber für Reihenaufnahmen in der Halle mit kurzer Belichtungszeit - für den schmalen Geldbeutel durchaus zu empfehlen.

Quietscheente


Canon Zwischenring

Zwischenring
Canon
EF 25 II

Zwischenring und Umkehrring / Retroring

So, nun zum Zwischenring Canon EF 25 II und zu einem noname Umkehrring. Kombiniert mit einem normalen Objektiv - auch wieder eine low budget Lösung. Mit dieser Zusammenstellung soll man auf ganz passable Art und Weise ein Makroobjektiv imitieren können. Die Betonung liegt hierbei auf imitieren, denn
Umkehrring / Retroring

Umkehrring /
Retroring
der Handlingkomfort und die Möglichkeit der Autofokusierung gehen bei dieser Lösung verloren.
Zum einen vergrößert man mit dem Zwischenring die Bildweite, kurz gesagt, man vergrößert den Abstand zwischen Objektiv und Kamera und erreicht so, dass das Motiv größer Abgebildet wird. Zum anderen ermöglicht es der Umkehrring, oder auch Retroring, das umgekehrte aufsetzen eines Objektivs auf den Kamerabody. Dadurch soll die Abbildungsqualität verbessert werden. Allzu umfangreiche Erfahrungen konnte ich damit noch nicht sammeln und natürlich ersetzt diese Kombination auch kein ordentliches Makroobjektiv.

Kornfeld